| „Der Euro ist gefallen.“ So könnte eine Schlagzeile in den heutigen Abendnachrichten lauten. Die Wechselkurse zwischen dem Euro und anderen ausländischen Währungen verändern sich fast täglich. Solche Veränderungen des Wechselkurses – also des Austauschverhältnisses zwischen zwei Währungen – bezeichnet man als Auf- oder Abwertung. Fällt der Euro, so sprechen Experten von einer Abwertung des Euro – gleichbedeutend mit ei-nem Steigen des Wechselkurses. Dies erscheint zunächst verwirrend, ist aber logisch zu erklären, denn für einen bestimmten Betrag ausländischer Währung (z. B. US-Dollar) muss nun mehr in Euro gezahlt werden. Der US-Dollar ist „teurer“ geworden, der Wechselkurs für uns also höher. Urlauber, die eine Sommerreise in die USA geplant haben, wird dies ärgern, da durch die Abwertung des Euro auch das Hotelzimmer in den USA teurer geworden ist. Ein deutscher Maschinenhersteller freut sich hingegen über größere Exportchancen. Die Abwertung des Euro macht deutsche Produkte für Nachfrager im Ausland billiger. Sie müssen nun umgerechnet weniger US-Dollar für Maschinenteile aus Deutschland zahlen. Bei einer Aufwertung des Euro sinkt hingegen der Wechselkurs, denn nun müssen für einen bestimmten Betrag ausländischer Währung weniger Euro bezahlt werden. Der US-Dollar ist somit "billiger" und der Wechselkurs niedriger. Unter diesen Umständen empfiehlt sich der Sommerurlaub in den USA. Der deutsche Maschinenhersteller leidet bei einem Export in die USA jedoch darunter, da eventuelle Nachfrager nun mehr US-Dollar für Maschinenteile aus Deutschland zahlen müssten. |