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Devisenmarkt

So wie für z. B. Aktien oder Anleihen gibt es auch einen Markt für Devisen, auf dem unterschiedliche Währungen gegeneinander getauscht werden.


Erfolgt dieser Tausch ohne Beschränkungen, spricht man von der freien Konvertibilität von Währungen. Es gibt jedoch auch viele Möglichkeiten, den Devisenverkehr staatlicherseits zu lenken und zu kontrollieren, so wie es in den ehemaligen Planwirtschaften der Fall war. Beim - freien - Austausch der Währungen auf den Devisenmärkten bildet sich der Wechselkurs. Der Wechselkurs ist der Preis einer Währung, ausgedrückt in einer anderen Währung. Gestern bezahlte man z. B. für einen US-Dollar 1,55 Euro. Wenn Wechselkurse nicht durch internationale Verträge fixiert sind, bildet sich der Wechselkurs durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage auf den Devisenmärkten täglich neu. Eine Aufwertung meint den Wertgewinn, eine Abwertung den Wertverlust einer Währung gegenüber den anderen. Angebot und Nachfrage an den Devisenmärkten richten sich einerseits nach den fundamentalen ökonomischen Daten eines Landes oder Wirtschaftsraums. Andererseits haben aber auch politische (z. B. Krisensituationen) und psychologische (z. B. Erwartungen) Faktoren Einfluss auf den Wechselkurs. Das Im- und Exportgeschäft der deutschen Wirtschaft ist direkt betroffen, wenn sich Wechselkurse ändern: Schon geringe Änderungen können erhebliche finanzielle Konsequenzen haben.